Novice

Fri, 28.06.2013

Živa dvorišča Maribora – v sklopu  programa Festivala Lent je tudi letos »Mednarodni festival uličnega gledališča Ana Desetnica« organiziral bogati kulturni  program pod naslovom »Živa dvorišča«....

Fri, 29.03.2013

Društvo ob koncu šolskega leta za člane, ki obiskujejo tečaje nemškega jezika, organizira izlet.Vedno obiščemo kraje v Avstriji, da lahko naši člani tudi praktično preizkusijo, koliko nemškega...

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Veronika Haring, Obfrau

Persönliche Daten: geb. am 9. Jäner 1948 im St. Jakob in den Windischen Büheln, Untersteiermark/Slowenien, Mutter von 2 Töchtern, seit 2003 im Pension, lebt in Marburg/Drau, slowenische Staatsbürgerin.

Die Vorsitzende des Kulturvereins deutschsprachiger Frauen BRÜCKEN, Veronika Haring, die seit der Pensionierung fast ihre gesamte Freizeit der Förderung der deutschen Kultur und Sprache widmet, erfuhr erst im Alter von 14 Jahren, dass ihr Vater Deutscher war. 

»Am ersten Schultag verlas der Lehrer die Liste der anwesenden Schüler und meinte: »Haring! Was machst du denn hier? Wer sind deine Eltern? Du bist ja eine Deutsche!«, erzählt Frau Haring in den neuen Vereinsräumen in der Barvarska ulica, die durch die Unterstützung der Kärntner und der Steiermärkischen Landesregierung sowie verschiedener österreichischer Vereine.

Zu Hause erklärte man ihr, dass ihr Großvater in Graz geboren wurde und dass er mit der Großmutter, die ebenfalls deutscher Abstammung war, noch während der Österreichisch-Ungarischen Monarchie in die Windischen Bühel umsiedelte. »Aber sei still und sag niemandem etwas!« »Damals getraute man sich nicht, deutsch zu sprechen,« berichtete sie uns über ihre Entdeckung. Danach wurde ihr erst klar, warum sie alle im Dorf schief ansahen. Wegen ihrer Abstammung musste sie in der Schule immer mehr leisten als jene, die keinen deutschen Namen trugen. »Und da ich nun einmal eigensinnig, bin wie es sich für einen Steinbock gehört, so sagte ich mir, wenn ich schon an irgendetwas Schuld bin, dann werde ich zumindest die Sprache erlernen. Über das Arbeitsamt erfuhr ich, dass in Graz eine Stelle als Verkäuferin frei ist und ich bewarb mich. Meine Cousinen und mein Bruder können bis heute kein Deutsch, ich aber erlernte die Sprache durch meine Arbeit. Als ich nach Maribor zurückkehrte und die Mittelschule beendete, bekam ich eine Stelle bei Mladinska knjiga (Buch- und Papierwarenkette in Slowenien), in der Auslandsabteilung,« schilderte sie uns ihre Vergangenheit.

Obwohl sie recht spät über ihre deutsche Herkunft erfuhr, verspürte sie immer eine gewisse Zugehörigkeit zur Kultur und Sprache. »Es stört mich sehr, dass Menschen deutscher Herkunft mit den Ereignissen der Jahre zwischen 1941 und 1945 gleichgesetzt werden, als ob diese Region nur auf diese Zeitspanne zurückblicken kann. Die Deutschen waren schon im 8. Jahrhundert hier und schufen mit den Slowenen einen gemeinsamen Kulturraum. Immer wenn heute von der Geschichte der Stadt Maribor die Rede ist, werden die Deutschen einfach ausgelassen. Noch im Jahr 1919 sprachen 80 % der Bevölkerung deutsch. Angesichts dessen ist die Behauptung verwunderlich, dass wir nicht als Minderheit anerkannt werden können. Ich schätze, dass wir so viele sind wie die italienische Minderheit, zwischen 3600 und 3800,« kam sie im Gespräch nicht um die Politik herum, obwohl sie betont, dass es bei den BRÜCKEN um keine politische Vereinigung geht, sondern um einen Verein, der den Einwohnern viele Freizeitmöglichkeiten anbietet.

Jeweils montags findet der Deutschkurs statt. Die Diskussionen auf Deutsch behandeln aktuelle Ereignisse, Literaten und Kulturthemen, wodurch die Teilnehmer ihre Deutschkenntnisse anffrischen. Während des Jahres werden Vorträge veranstaltet, es finden Auftritte der Kinder statt, der Verein hat auch eine Literaturgruppe, die alljährlich einen Sammelband herausgibt. Auch die Kontakte zu Vereinen in anderen Ländern werden gepflegt. »Jetzt erst verstehe ich jene Leute im Ruhestand, die jedoch ständig beschäftigt sind und nie Zeit haben,« scherzt sie, »ich verbringe mindestens vier Tage pro Woche in meinem Büro in den Vereinsräumen, erledige die Post und sonstige Vereinsangelegenheiten. Ich bin aber auch Großmutter und gebe öfters auf meine Enkelin acht, die im benachbarten Spielfeld wohnt.«

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